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Seit 23 Jahren für wohnungslose Menschen da

Kirchliche Nachtcafés öffnen am 1. November

27.10.2017

Ab 20 bis 23 Uhr werden die Gäste täglich hereingelassen. Im Nachtcafé-Koordinierungskreis besteht der Konsens, allen Menschen in ihrer Not beizustehen – unabhängig von ihrer Nationalität und ganz in Anlehnung an einen Bibelvers im Neuen Testament (Denn ich bin hungrig gewesen und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen. Matthäus 25, 35). Die Hausordnung existiert deshalb in verschiedenen Sprachen. Die Nachtcafés verstehen sich als Ergänzung zu den städtischen Obdachlosenunterkünften.

Seit mehr als zwei Jahrzehnten sind insgesamt jährlich fast 300 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer in den einzelnen Gemeinden im Einsatz.

In diesem Jahr hat sich die ökumenische Zusammenarbeit weiter vertieft: Auf Gemeindeseite erstmals mit dabei ist die Evangelisch-Methodistische Kirchgemeinde »Immanuel«, in Dresden Cotta, Hühndorfer Str. 22. Sie übernimmt den Dienst am Samstagabend. Somit sind mit Lutheranern, Katholiken und Methodisten drei christliche Konfessionen vertreten.

An den Abenden im Nachtcafé finden Begegnungen und Gespräche mit anderen Besuchern und den ehrenamtlichen Helfern statt. Daneben erhalten sie Getränke, eine warme Mahlzeit und ein gemeinsames Frühstück. Die Wohnungslosen haben dort zudem die Möglichkeit, zu duschen und ihre Wäsche zu waschen und trocknen zu lassen. Für alles zahlen die Besucher pro Nacht einen symbolischen Euro. Außerdem müssen sie soweit wie möglich helfen, etwa beim Tisch decken oder Saubermachen.

Auch am Heiligabend sollen Nachtcafé-Besucher etwas von der Weihnachtsbotschaft erfahren: Die Diakonie-Stadtmission Dresden, das Ökumenische Informationszentrum wie auch die Johanniter laden am Sonntag, 24. Dezember, 16 Uhr, ein ins Dresdner Haus der Kathedrale, Schlossstraße 24. Unter dem Motto "Weihnachten fast wie daheim" gibt es eine kleine Bescherung und ein Kaffeetrinken, wird gemeinsam gesungen und gebastelt. Auch dort unterstützen ehrenamtliche Helfer aus den Nachtcafés.