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Kunst unter Diktaturen

Angela Dolgner spricht über Erwin Hahs

17.05.2017

Der Maler und Grafiker Erwin Hahs (1887-1970) gehört zu den großen, jedoch weitgehend unbekannten Malern und Grafikern der deutschen Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts. Er arbeitete mit Walter Gropius und Georg Kolbe zusammen. Sein Werk, das ein Spektrum von figürlichem Realismus, Expressivität und Abstraktion umfasst, galt den Nationalsozialisten als „entartet“. Erwin Hahs musste 1933 seinen Lehrstuhl an der Kunstschule der Stadt Halle auf der Burg Giebichenstein verlassen.

Doch auch mit den Kunstvorstellungen der SED geriet der Künstler in Konflikt. Sein Schaffen auf der Burg Giebichenstein wurde im Zuge der „Formalismusdebatte“ Anfang der 1950er Jahre als „bürgerliche Verfallskunst“ diskreditiert. Es entstanden Bilder des inneren Widerstandes. Weitgehend aus der Öffentlichkeit verdrängt, blieben Erwin Hahs einzig im kirchlichen Raum Ausstellungsmöglichkeiten.

Die Veranstaltung findet in Kooperation der Gedenkstätte Münchner Platz Dresden mit der Ökumenischen Aktionsgruppe Dresden statt. Unterstützt wird sie von der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, dem Kunstdienst der Ev.-luth. Landeskirche Sachsens sowie der KulturKirche Weinberg e.V.