Themen » News » Mehr als 700 Konfirmanden in Dresdner Region

 
06.04.2017

Vor 10 Jahren war die Zahl der Konfirmationen in der sächsischen Landeskirche deutlich und kontinuierlich gestiegen. Nachdem es 2007 in Sachsen wegen der geburtenschwachen Jahrgänge Anfang der 1990er Jahre einen Tiefstand von nur 4.000 Konfirmanden gab, waren die Zahlen bis vor zwei Jahren wieder auf über 5.000 gestiegen. Seitdem ging die Zahl zurück. Da die diesjährigen Konfirmanden die Jahrgänge 2002/2003 widerspiegeln, macht sich offenbar der damalige Rückgang der zu dieser Zeit Geborenen (evangelisch) 5.716 (2001) zu 5.507 (2002) auf dem Gebiet der Landeskirche bemerkbar. Mittelfristig wird aber weiterhin mit jährlich durchschnittlich 4.800 Konfirmanden zu rechnen sein.

Trotz der Stagnation wird deutlich, dass die Konfirmation und die vorangehende meist zweijährige Konfirmandenzeit für heranwachsende Jugendliche auch weiterhin ein attraktives Angebot darstellen. So sind auch in sechs der 18 Kirchenbezirke Zuwächse zu verzeichnen. Ein merklicher Anstieg wird in diesem Jahr in den Kirchenbezirken Plauen, Leisnig-Oschatz und Annaberg erwartet. Anstiege und Stagnationen sind häufig von Wanderungsbewegungen in den letzten Jahren beeinflusst, so von Weg- und Zuzügen innerhalb und außerhalb Sachsens.

Der prozentuale Anteil der Konfirmanden an der Altersgruppe von aktuell fast 20 Prozent entspricht dem Verhältnis der letzten Jahre. Kurz vor der friedlichen Revolution lag der Anteil bei 14 Prozent.
Palmarum, der letzte Sonntag vor dem Osterfest, stand in früheren Zeiten nach Beendigung der Volksschule als Termin für die Konfirmationen und war zugleich die Möglichkeit für die Konfirmanden, zum Ende der Passionszeit zum ersten Mal am Heiligen Abendmahl teilnehmen zu können. Heute wählen viele Kirchgemeinden auch die Sonntage nach Ostern bis zum Pfingstfest für das Fest der Einsegnung.

Häufig sind die Konfirmationsgottesdienste mit der Bekräftigung des christlichen Bekenntnisses in einer für Jugendliche ansprechenden Form gehalten. So werden neuere Lieder gesungen oder die „Älteren“ der Jungen Gemeinde beteiligen sich an der Gottesdienstgestaltung.

Seit geraumer Zeit gibt es seitens der Landeskirche gemeindepädagogische Impulse, die Konfirmandenarbeit auch für Jugendliche attraktiv zu gestalten, die noch nicht mit der Kirche in Berührung kamen. Offene Jugendarbeit mit Verbindlichkeit und Gemeinschaft mit Erlebnischarakter sollen stärker auf die Bedürfnisse junger Heranwachsender ausgerichtet sein. Meist durch Freunde mit eingeladen, nehmen bereits viele nichtgetaufte Jugendliche an den Treffen vor der Konfirmation teil. So ist an den Konfirmationssonntagen zu beobachten, dass sich über zehn Prozent gleichaltrige Jugendliche taufen lassen.